Die Frau die ein Stück Tahiti nach Berlin bringt…

JAGUAR STAR

30 Mai 2019

Liebe Amandine, Du hast einen internationalen und bunten Lebensweg bisher auf dieser Erde… magst Du uns etwas aus deinem persönlichen Werdegang erzählen?

“Liebe Jaguar, ich bin in Berlin Kreuzberg geboren und habe die ersten zwei Jahren meines Lebens da verbracht. Meine Mutter ist Deutsche mit kasachische wurzeln und mein Vater ist Franzose mit Mediterranische Wurzeln. 

Aufgewachsen bin ich in Süd Frankreich und Tahiti. Diese Orte haben meine Seele sehr stark berührt und inspiriert. 

Ich habe Human und Sozial Wissenschaft studiert und als Street Workerin gearbeitet. Doch nach einer Weile verlangte meine Seele etwas anderes. Ich zog nach Berlin und begann eine Heilpraktiker Ausbildung. Naturheilkunde wurde für mich eine Quelle von geistigen Reichtum und persönlicher Entfaltung. Ich beschäftigte mich viel mit Pflanzenheilkunde, Körperarbeiten und Schamanischen Heiltraditionen.”

Deine jetzige Arbeit ist sehr geprägt von der pazifischen Kultur und ihren naturnahen Ansätzen für Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein. Magst Du uns dazu etwas erzählen und von der Entstehung deiner von Dir entwickelten besonderen Baby Massage?

“Ja genau, nach der Geburt meiner Tochter hat sich vieles in meinem Leben verändert.

Viele Fragen haben mich bewegt und dazu entstand mein Konzept „Femme Fleurs“. 

Hier setze ich mein Wissen aus der Human und Sozial Wissenschaft mit der Naturheilkunde zusammen und das Kraftvolle Wissen der Arbeit mit Frauen welches ich in „The Woman School“ erworben habe.

Meine Leben auf Tahiti und die Lebenserfahrungen die ich da berühren konnte sind Teil eines Wissen was schwer in Worten zu bringen ist, es gehört einfach zu mir und ich vermittle es auf eine ganz natürliche und intuitive Art und Weise. 

Die Babymassage ist eine Herzenssache, ich massiere meine Tochter bis heute noch. Es ist eine „ Art des Seins“ in dem durch Körperkontakt und Berührungen, die Beziehung zum Baby und Kind immer wieder in Fluss gebracht werden kann, ohne zu viel nach zu denken. Genau dieser Punkt „Kopflastigkeit“ ist ein sehr prägendes Phänomen in der heutigen Zeit, welches ich versuche durch meine Arbeit zu befreien. 

Die Babymassage Waiwaia ist eine ganz besondere Technik die ich selbst entwickelt habe, aus praktischen Erfahrungen mit der Taurumi Massage aus dem Pazifik; mit der Schmetterlingsmassage nach Eva Reich und Fussreflexharmonisierende Bewegungen. 

Dazu werden noch einige Berührungsgriffe (Energie-Flüsse) eingebracht um die Mutter und Baby Symbiose im Gleichgewicht zu halten oder in manchen Fälle wieder herzustellen.”

Du bist selbst Mama, was war für Dich auf deinem Weg einer der essenziellen Lernerfahrungen und Erkenntnissen?

“Der Moment der mich am meisten geprägt hat war die Geburt, weil es ein so wundervoller und einzigartiger Moment war. 

Wo ich mich so stark mit Erde und Himmel verbunden war wie noch nie zuvor. 

 Mit der Zeit auf meine Reise als Mutter begegnete ich viele Müttern die leider aus der Geburt eine sehr schmerzhafte Erinnerung haben. 

Das Thema „Es ist von Bedeutung, wie wir auf der Welt angekommen sind und wie wir unsere Kindern erwarten” hat mich immer stärker beschäftigt, weil Geburt und die ersten Jahren mit Kind so prägend sind. 

Nachdem ich drei Jahre zuhause geblieben war mit meiner Tochter und einige weniger erfreuliche Lebensmomente hinter mir lagen, habe ich in einem der Women School „ Frauenkreise“ Dich, Jaguar, kennengelernt. Nach diesen Erfahrungen mit deiner Arbeit hat sich mein Leben nochmal vollkommen umgewandelt.” 

Heute lebst Du in Berlin, auf welche Art bereichert die Stadt dein Leben und in welcher Hinsicht findet deine Arbeit hier ihren Platz?

“Ich lebe seit nun fast 14 Jahren in Berlin. Diese Stadt hat mich sehr geprägt es hat aus mir, einer Insulanerin, eine Berliner Pflanze gemacht. Nicht immer ist es eine leicht Herausforderung in der Stadt zu leben wenn man so viel Zeit am Meer verbracht hat.

Aber mir ist es wichtig diesen Teil von mir hier zu auszuleben. Ich biete an Einrichtungen Kurse an für Mütter und Babys an und versuche dadurch ein Bewusstsein zu erschaffen dass von Intuition, Sensibilität und Natur-Nähe geprägt ist. Dazu zitiere ich gerne den Spruch von Albert Einstein „„Es ist absolut möglich, dass jenseits der Wahrnehmung unserer Sinne ungeahnte Welten verborgen sind“.”

Du bietest ganz einzigartige Kurse für Frauen an – magst Du uns dazu ein bisschen erzählen?

“Ich habe den FEM-Mutterkurs mit einer eigenen Methode entwickelt um Mütter in Einrichtungen Nachhaltig und Ganzheitlich begleiten zu können.

Durch einen geschützten Raum der Gemeinschaft und Empowerment vermittelt. In der Zeit meiner Schwangerschaft und kurz danach hat mir etwas gefehlt. Ich empfand es als sehr schwierig Kontakte zu knüpfen und war sehr oft alleine.

Die meisten Angebote waren fokussiert auf die Entwicklung des Kindes die Bedürfnisse der Mutter waren kaum ein Thema.

Gerade Mütter in schwierigen Lebenssituationen fallen oft in der Isolation weil es ihnen nach den geeigneten Ressourcen fällt, wenn ein Kind geboren wird, wird ja auch einer Mutter geboren das ist Fakt. 

Ich wollte einen Raum erschaffen der einen Zugang zu Spiritualität, Salutogenese und ganzheitliche Pädagogik für jede Mutter ermöglicht.” 

Was bedeutet es für Dich Teil der Women School zu sein und wie siehst Du deinen einzigartigen Beitrag in diesem Feld von weiblichen Wissen und Weisheit?

“Teil der Women School zu sein ist ein wunderschöner Beitrag für unsere Gesellschaft und für die Erde im Ganzen. Die Erde braucht diese Pionier Arbeit heute mehr denn je. Weil wir an einem Wende Punkt angekommen sind wo alles ausgeschöpft ist und etwas Neues entstehen muss. Ein Gleichgewicht wo das Weibliche Feld wieder ihre eigene Signatur finden darf. Wild wie die Natur selbst.

Wir alle Frauen tragen dieses Wissen in uns – Spenderin einer neuen Generation, da wo Eigenverantwortung, authentisches Handeln und pure Liebe die Welt auf eine neue Reise bringen wird.“ “

Was sind deine Beobachtungen und Erkenntnisse in der Arbeit mit den unterschiedlichen kulturellen Perspektiven die Dir in deiner Arbeit begegnen?

“Ich arbeite mit Frauen, Mütter aus vielfältigen Kulturen und ich kann nur aus meiner Erfahrungen aussagen, dass alle Frauen egal welche Kultur oder Religion den Wunsch nach einer starken, freien und wilden Weiblichkeit haben. Auch wenn es ein sehr schmerzhafter und lange Weg sein kann.

Wir erleben einen kollektiven Wandel der uns Frauen gerade sehr berührt und nach Außen gebracht werden möchte. Zu viel Gewalt Leid und Kriege beherrschen gerade die Welt, dies kann nicht spurlos an uns vorbei gehen.

Wir alle tragen Verantwortung für die kommende Generation.

Liebe ist die einzige Medizin und Antwort.”

Was würdest Du deiner Tochter für die Zukunft als junge Frau wünschen?

” „Frauen von Morgen“ eine selbstbewusste Frau braucht kein Plan! Spaß bei Seite 🙂 Meine Tochter ist von Natur aus sehr stark, selbstbewusst und Eigensinnig viel mehr als ich es je gewesen bin.

Was auch sehr herausfordernd sein mag manchmal.

Ich lese ihr gerne Bücher in denen Bewusstsein zum eigenen Körper vermittelt wird. Sie weiß schon bescheid das Frauen Bluten einmal im Monat, das ihre Vulva Vulva heißt und nicht Röschen auch wenn dies viel Süßer klingen mag.

Sie soll einfach so bleiben wie sie ist weil sie gerade wie sie ist richtig ist.

Kailani eine selbstbewusste Kriegerin die sich zwischen Ozeane und Himmel bewegt.”

Du siehst Dich unter anderem als “heilige Aktivistin” und bist im Feld der Sacred Rose Frauenkreisleiterinnen mit dieser Arbeit aktiv – was bedeutet dies für Dich?

“Es bedeutet für mich, Teil einer sehr aktiven Gemeinschaft von Frauen zu sein die überzeugt sind, dass die Weibliche Kraft alles heilen kann. Uns selbst unsere Beziehung und die Welt in der wir leben. Deine Arbeit in dem Feld hat mich so inspiriert dass ich dachte „ Genau das, das will ich auch „ Frauen stärken, begleiten und zu eigen Verantwortung verhelfen.”

Als “Sacred Rose Frauenkreisleiterin” hast Du das Ausbildungsprogramm “Sacred Rose Circle Initiations” von The Women School absolviert. Wie hat Dich diese Reise in Kontakt mit deiner weiblichen Kraft gebracht und was hat sich dadurch in deinem Leben verändert?

“Als ich vor zwei Jahren mit der Sacred Rose Ausbildung begonnen habe, wusste ich noch nicht genau wo die Reise mich hinführt. Diese Ausbildung hat mich sehr persönlich begleitet im Laufe eines Jahres. Viele Prozesse haben sich dadurch bewegt und jedes Thema war verbunden mit einem persönlichen dass gerade ganz präsent war. Diese Ausbildung hat mich dazu geführt den FEM-Mutterkurs in die Welt zu bringen. Ein Kurs für Mütter in Sozialen und Bildungseinrichtungen.”

Ausserdem hast Du in The Women School auch den AngelBirth Practitioner abgeschlossen. Dies ermöglicht dir ganz feine Wahrnehmungsebenen und die Welt der Seele in deine Arbeit zu integrieren – magst du mehr von deiner Zeit im AngelBirth Retreat und deinen Erfahrungen in der nachfolgenden Zeit erzählen?

“Der Angelbirth Ausbildung ist eine sehr persönliche Reise, die schwer in Wörtern zu fassen ist.

Ich habe da sehr wundervolle Frauen kennen gelernt und eine Zeit wo ich wieder ganz zu mir selbst „ meiner reinen Natur“ kommen konnte.

Es war als ob sehr alte Teile von mir (jetziges und altes Leben) die ich durch schwierige Lebenserfahrungen verloren hatte wieder zu mir kamen.

Klarheit und inneren Frieden, Feuer und Empowerment. Ich kann nur vom Herzen heraus diese Reise an jede Frau auf der Hand legen die ihre Sensibilität als kraftvolles Werkzeug wieder erleben möchte.” 

Was war für Dich der “Wunder-Punkt” im AngelBirth Retreat?

“Der Wunder Punkt war ganz bestimmt meine Innere Reise mit dem Feuer der Wieder-Geburt. Und natürlich alles was sich daraus in den letzten Jahren heraus kristallisiert hat.”

Welche wichtigen Schwellenübergänge und Wendepunkte gab es in deinem Leben die Dich tiefes inneres Wissen ermöglicht haben? 

“Es gab in meinen Leben viele Schwelllenübergänge einige empfand ich als sehr schmerzhalft andere als wundervolle Geschenke des Lebens. Aber am Ende waren die beiden sehr bereichernd. 

Schwellenübergänge sind immer so transformative Momente im Leben für uns als irdische Lebewesen. Meistens immer traten diese in meinem Leben, alle 7 Jahre auf. Ein Schwellenübergang der mich am tiefsten berührt hat war meine Erfahrung Mutter zu werden. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich alles.”

Vielen dank Liebe Amandine!

So schön das es Dich gibt!

Wie und wo finden Dich Frauen die gerne mit Dir in Kontakt sein möchten und was bietest Du momentan für Frauen in Berlin und Umgebung an?

Ich biete regelmäßig die Waiwaiaa Babymassage an und mein FEM-Mutterkurs finden in einige Einrichtungen immer wieder mal statt. Auf meiner Webseite schauen oder per E-Mail anfragen.”

Wir haben einige Überraschungen im Kochtopf mit Amandine, die wir im laufe des Jahres enthüllen werden…!

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