Midlife – Lebensmitte

JAGUAR STAR

9 Jui 2020

In den letzten Monaten, so über das letzte Jahr hat sich in mir langsam aber stetig ein Gefühl eingeschlichen von Ankommen in meiner Lebensmitte.

Ich bin 37 Jahre alt, und somit eventuell etwas jünger als dem typischen Gedanken der Lebensmitte in unserer heutige Gesellschaft. Doch dies ist ein Gefühl denke ich, denn wer weiß überhaupt wie lange wir leben und wann unsere tatsächliche Lebensmitte erreicht ist?

Bei mir ist es nun so, dass ich mich seit Beginn des Jahres äußerst Lebensmittigfühle.

Das ist so ein neues Gefühl, und so anders als die Wahrnehmung meines Lebens bis zu diesem Punkt. Natürlich hat alles seine Zyklen und Phasen, doch nun hat ein ganz neuer, sehr großer Zyklus für mich begonnen. Das spüre ich bis in meine tiefsten Körperschichten.

Ich schaue zurück auf mein bisheriges erwachsenes Leben, und sehe die vielen intensiven, vielfältigen und bunten Reisen die ich erfahren durfte. Die letzten 20 Jahre waren geprägt von Forschen, tief in mich und weit in die Welt tauchen, vieles Neues kennenlernen, viele Kulturen, stetig unterwegs in Grenzbereichen. Schwellenübergänge haben mich daher von früh an sehr begleitet – die persönlichen inneren Schwellenübergänge meiner eigenen Psyche und Seele, sowie körperliche und kollektive Schwellenübergänge des Frau-seins und des Mensch-seins. Wandel, Transformation, Geburt, Sterben, Vergehen, Werden.

So haben mich diese großen Reisen ins tiefste Innere immer sehr beeindruckt und magnetisch angezogen. Und mich über zwei Jahrzehnte intensive Seelenlektionen gelehrt.

Heute, langsam beginnend seit etwas einem Jahr fühle ich mich erneut in einem enormen Umwandlungsprozess der ich aus meiner ersten Phase des erwachsenen Seins in eine ganz neue Phase meiner Seele hier auf Erden begleitet.

Es ist ein zurückblicken auf jüngere Jahre und ein einsammeln der Lektionen, Reflektieren.

Es ist ein Ankommen in meinen Wurzeln auf ganz Neue Art und Weise.

Vieles wird gerade wieder ausgemistet, aussortiert und erneuert.

Was beutetet es denn wirklich in den eigenen Wurzeln ankommen?

Wenn es kein Streben nach etwas im Außen gibt, kein ziehen in die weite Welt, kein Wünschen nach etwas in der Zukunft, sondern ein beständiges, stetiges tieferes sinken in die eigene Erde?

Dies geschieht momentan in mir.

Wenn vieles erreicht wurde, und doch vieles auch einfach wieder verpufft ist, wenn Zeit keine lineare Erfahrung mehr sein kann, wenn vor 20 Jahren sich manchmal wie gestern anfühlt?

So erfahre ich es gerade.

Wenn die Träume und Wünsche von Gestern immer häufiger immer weniger relevant wirken, und ein leerer Raum dort ist wo früher eine gefühlte Truhe an Möglichkeiten lag.

Ich mag dieses allmähliche Leer werden, auch wenn es in dieser großen Art noch ungewohnt ist – denn ich war schon immer eine Träumerin. Und es gab so viele Träume!

Viele, sehr viele davon durfte ich leben, und manche habe ich sterben lassen. Ganz aktuell sogar einige größere Träume die plötzlich einfach keine Kraft mehr in sich trugen. Loslassen.

Ein Schwellenübergang der mich mal wieder an den Haaren in die tiefen gezogen hat und unter der Erde mit mir arbeitet.

Ich stehe im hautnahen Kontakt mit meinem eigenen inneren Kompost, die dunklen Anteile die ich über Jahre bearbeitet habe, angenommen, durchliebt, im Prozess gegangen – in manchen Fällen immer und immer wieder. Es sind auch noch Anteile dabei die sich abgestoßen, ungeliebt, verneint fühlen. Das gehört auch dazu, zu dieser Begegnung mit mir selbst unter meiner eigenen Erde, tief an meinen inneren Wurzeln, meinen Kompost einatmend.

Denn dieser Kompost wird Teil der fruchtbaren neuen Erde werden die sich gerade in mir ausbreitet.

Eine Erde wie ich sie bisher noch nicht kannte.

So bin ich aktuell viel im Kontakt mit der Erde in mir, und um mich.

In Unterhaltung mit meinem tiefsten Inneren, im Ausatmen mit meinen Knochen und im Ausruhen wenn meine Körperin dies erfordert und danach ruft.

Im Schlaf suchen mich brillante und vielschichtige Träume auf welche von meinem Seelenweg hier auf Erden sprechen. Ich habe noch nicht zu Ende geträumt – aber ich träume auf eine neue Art und Weise.

Es ist ein Innehalten und Anhalten mitten in der größten Bewegung – um mich stürmt es fast täglich in meinem aktuellen Zuhause von Wellington, Neuseeland. In der Welt stürmt es von so großer Intensität wie vielleicht noch in meinem gesamten Leben noch nicht. Und in mir – ruft es nach absoluter Stille.

Diese Stille breitet sich immer wieder aus, die Stille der tiefsten Erde.

Und obwohl auch in mir die enorme Veränderungen stattfinden, auch wenn meine Körperin unglaublich große Prozesse durchgemacht hat die letzten Monate und noch anhaltend – so spüre ich die Essenz in mir als die dunkle Mitte der Erde welche mich immer tiefer zieht.

In die Tiefe.

In die Stille.

In eine wunderschöne Dunkelheit.

Im Kontakt mit allem was dort ist – auch wenn es schmerzt.

An meine Wurzeln, mit meinen Wurzeln – und in der Erde – magst Du mich dort treffen?

So webt sich in mir ein ganz neuer Zyklus von meiner Arbeit, und so gerne mag ich diesen mir so heiligen Aspekt der tiefen weiblichen Schwellenübergänge mit Dir teilen. Diese großen Reisen welche mich in meinem Leben so tiefgreifend und intensiv begleitet haben.

Mit den Frauen die auch tief tauchen, die mit der Essenz des Lebens im Kontakt sind oder noch tiefer in Kontakt kommen möchten. Mit Dir, wenn Du im warmen Saft der Erde mit mir atmen möchtest um die alten Wege der Erde in Dir zu erwecken und beleben.

Um deine eigenen Seelenwege besser zu verstehen und tiefer zu verankern.

Wir gebären uns neu in diese Erde, nähren unsere Wurzeln und erlauben Stille mitten im Sturm.

Denn heute mehr denn je interessiere ich mich für unser wirkliches LEBEN – dieses Leben mit Haut und Haaren wirklich zu leben – unsere Zeit hier auf Erden ist doch so unglaublich kostbar.

Welche Wege in uns und auf dieser Erde können uns in tieferen Kontakt bringen zu unserer wahren Lebendigkeit und den Rhythmen und Zyklen unseres seins?

Wie können wir uns selbst und unsere Lebenszeit hier auf Erden noch mehr achten und ehren?

Im Herbst 2020 startet der Online Kurs Schwellenübergängeinnerhalb des Online Programs Frauenwissenund im Januar 2021 lade ich Dich hiermit ein mich im Schwellenübergang Retreatzu treffen und dort zusammen immer mehr anzukommen.

Ein Ankommen in deinen Wurzeln.

Sie rufen uns so sehr in dieser Zeit.

Wusstest Du dass die Wurzeln der Bäume im Wald mit einander in Verbindung stehen, mit einander kommunizieren? Lass uns zusammen unseren Wurzelwald nähren… <3

Mit Schlammigen Umarmungen,

Jaguar

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